Autor Thema: Uliath - Die Insel des Nebels  (Gelesen 58187 mal)

Mink

  • Gast
Uliath - Die Insel des Nebels
« am: 20. Juli 2007, 03:03:56 Nachmittag »
Hallo AClerInnen,

ich wollte die schon vor dem Erscheinen des Quellenbuches SpielerInnen und SLs die Möglichkeit geben, Fragen zu den Hochelfen und ihrer Insel zu stellen.
Das hier ist wohlgemerkt kein "Anregungen"- Thread, denn der kreative Prozess ist abgeschlossen ;).
Regelfragen klammere ich erst einmal aus, ich werde keine genauen Regeln posten, die stehen dann im Buch, aber wer Fragen zum Hintergrund und/oder Rollenspiel hat sei hiermit herzlich aufgefordert, sie sich einfach von der Seele zu schreiben.
Ich werde dann so lange antworten, bis Klarheit herrscht (oder ich verzweifelt das Handtuch werfe).
Bitte nur ernstgemeinte Fragen. Ich scheu zwar etwas Humor in Threads normalerweise nicht, aber das hier soll ein Hilfethread sein.
Das Thema "Sidhe und Humor" wird im übrigen im Buch auch behandelt  :D .

Die Aussagen hier im Thred sind allerdings nur so lange gültig, bis das Buch erscheint. Sollte im Quellenbuch einiges dann doch ein wenig anders geschrieben sein, sind die Aussagen Opfer meiner Überarbeitung geworden.
Ich werde mich allerdings schon hier um Verbindlichkeit bemühen.
Noch einmal die Bitte: Keine "genauen" Regelfragen zu KP Kosten oder Werten.
Solche Dinge stehen erst kurz vor Erscheinen des Buches endgültig fest.

Es grüßt und lädt zum Fragen ein
Carolin / Mink
« Letzte Änderung: 28. Januar 2008, 10:17:35 Vormittag von USUL »

Offline tger

Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #1 am: 20. Juli 2007, 03:58:25 Nachmittag »
Ich meine gelesen zu haben, dass nur die Sidhe die Surmkrieger-Lektionen kenn, daraus folgere ich, dass sie insgesamt gute Luft und Blitz-Magier sind. Ist diese Folgerung richtig?

Falls das zutrifft, wie sehen die Verbindung zu der Luftmagier-Gilde in Rahm aus?

Danke für deine Mühen.
Nicht alles so ernst nehmen.
_____________________________

Autor des Magie-Kompendiums

Offline Slade

Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #2 am: 20. Juli 2007, 04:31:02 Nachmittag »
Habe mein GRW nicht zur Hand, also entschuldige ich mich bereits jetzt, falls irgendwelche Fragen dort schon beantwortet sind.

Wie sieht es denn mit dem Verhältnis der Sidhe zu ihren Nachbarländern aus?

Neigen sie eher zur Isolation oder suchen sie den Kontakt mit bestimmten Ländern und wenn ja zu welchen und warum?

Wie beeinflusst der Außenposten der Schwertmeister das Verhältnis zu dem betroffenen Land? (Entschuldigung, habe das GRW nicht zur Hand, Aquitain oder Veruna?)

Wie stehen die Sidhe zu der Techgilde?

Gibt es interne Zwistigkeiten in der Politik der Sidhe und wenn ja, worüber?

MfG
Dirk

P.S. Auch mein Dank für deine Mühe.
\\\"Blinder Aktionismus bringt uns hier nicht weiter!\\\"

Mink

  • Gast
Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #3 am: 20. Juli 2007, 05:20:29 Nachmittag »
Wow, Slade, das war ja man viel ;).

Aber zuerst zu tger:
Uliath ist eine Insel, die mit Magie geschaffen, abgespalten, durch Magie verwüstet und dann magisch wieder errichtet wurde. Magie und Magier sind dort teilweise erschreckend stark, manchmal auch unkontrollierbar (mehr kritische Fehlschläge in manchen Gebieten, in anderen ist der Zauber einfach leichter/mächtiger).
Die Sidhe sind seit ihrer Existenz mit diesem Land verbunden, die Magie durchfließt sie besonders stark. Deswegen sind sie sind fast allen Magieschulen sehr zugetan und haben wahre Meister, die furcht- oder wunderbare Dinge mit ihrer Macht schaffen.  Gerade Elementarmagie ist aber besonders beliebt, da sie sowohl perfekt für den Kampf (auch vom Schwanenschiff herab) genutzt werden kann, als auch beim Erschaffen außergewöhnlicher Gebäude, Schwerter, Kleider mit eingewoben wird. Luftmagier und Eismagier sind für Kämpfe auf dem Wasser sogar von enormer Bedeutung. Mit Helia und Thargos aus Haus Furitur als Eis/Feuermagier und Haus Yeolanh als den Architekten und Erdmagiern sind auch in der Politik einige mächtige Magier vertreten. Haus Niollor beispielsweise beschäftigt sich neben dem Bogenschießen ebenfalls viel mit der Luft: Einerseits sind sie für ihre gute Wahrnehmung berühmt (Gerüche und Geräusche werden durch Luft getragen, die Sicht durch die Klarheit der Luft bestimmt, besonders gute "Seher" sind Vögel, also Lufttiere) und andererseits gelten ihnen Blitze als die "Pfeile des Himmels" . Haus Elanyr, das "Haus der Schwäne" und Heimat der neuen Kampfschule "Schwanenritter", lebt auf einer Insel direkt rechts oben von Uliath (bei den Inseln des alten Volkes/Nebelinseln), ist das Haus der Bootsbauer. Dieses Haus ist wegen seines Wappentieres (Schwan) und seiner Position auf einer kleinen Insel ebenfalls stark in Magie, die Luft und Wasser betrifft.
Es gibt häufig auch Verbindungen zwischen Illusionsmagie und Elementarmagie, um "Kunstwerke" zu kreieren.

Zu Rham und damit auch zu einem Punkt von Slade:
Die Kontakte der Sidhe zu anderen Ländern und deren Gilden dürftig zu nennen, wäre noch ein Kompliment. Hochelfen leben nicht umsonst absolut abgeschlossen. Ihre Kultur ist fast viertausend Jahre alt, und es gibt noch Sidhe, die sich an Zeiten vor den Atlantern erinnern, weil sie da gelebt haben.
Ihre Unsterblichkeit, die Abgeschlossenheit als Inselvolk und ihre hohen Ansprüche an Perfektion lassen andere Völker ungenügend erscheinen.
Die höchsten, besten Magier leben in ihrer Sicht selbstverständlich auf Uliath. Wozu also Kontakt nach Rham? Davon würden ja doch eher die anderen Völker profitieren, denn was soll ein unsterblicher Sidhe noch nicht gesehen haben. Trotzdem gibt es auch Sidhe in Rham, Abenteurer und Andersdenker, die Neugier auf die Welt haben, oder einfach Hochelfen, die es als Teil des perfekten ansehen, auch das andere zu studieren (eigener Kult!).

Weiter also mit der Politik/anderen Ländern:
Uliath pflegt Handel mit Veruna und Mordain. Zu Mordain besteht hier und dort auch schon einmal etwas wie ein freundlicher Kontakt, Veruna dagegen wird nur als Lieferant von Korn geschätzt.
Die Schwertmeister von Calynthor leben zwar auf Klippen, die eigentlich zum verunischen Reich gehören, doch es ist eine fast uneinnehmbare Bergfeste, die außer rauhem Stein und Meeresblick für Veruna nicht viel zu bieten hat. Man handelt also höflich miteinander und bemüht sich sonst, den anderen zu ignorieren.
Offenen Krieg haben die Sidhe nur mit den Morai/Xirr Nagesh. Eine lange, tragische Geschichte des Mordens, des Verrates und entsetzlicher Schlachten prägt die Beziehung, und den meisten Sidhe ist  alleine der Anblick eines Dunkelelfen so zuwider, dass sie ihn vernichten oder den /RaumPlatz verlassen, wenn einer anwesend ist (auf neutralem Gebiet - in Uliath wäre keine Gnade zu erwarten). Dass einer der drei "Königskandidaten" sogar ein Dunkelelf ist, führt zu gewaltigen Problemen und Anfeindungen. Selbstverständlich meist durch kleine Gesten gegenüber Dandryl, denn der Wunsch der sterbenden Königin wird geehrt - niemand würde ihn offen angreifen oder beleidigen.
"Unschöne" Völker wie Trolle, Orks sind ebenfalls noch weniger gern gesehen als die Menschen.
Die Krask werden als Nachfahren von Gwyrmangars grausiger Brut auch misstrauisch betrachtet und selten freundlich gesehen.
Sidheabenteurer gibt es ausgesprochen wenige, warum, erläutere ich gerne später einmal.
Die Techgilde wird von den meisten Sidhe abgelehnt und Uliath importiert selber keinerlei "technische Experimente". Die Insel hat hohe Magie und löst fast alle ihrer Probleme deswegen mit semimagischen oder magischen Gegenständen (dazu mehr im Buch).

Was die Innenpolitik angeht:
Selbstverständlich gibt es ungemein viele Streitigkeiten und Intrigen.
Worüber? Über fast alles.
Sidhe sind eigentlich Individualisten und sehr stolz. Außerdem sind viele sehr alt. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten sind teils über Jahrhunderte angewachsen. Es gibt viele verschiedene religiöse Kulte, Häuser und Schulen, die sich gegenseitig permanent widersprechen.
Der Rat der Schwäne (aus allen 12 Häusern, dazu der jeweilige Herrscher aller Sidhe) einigt sich auf alle wichtigen Dinge und es herrscht eine hohe Etikette, weswegen nicht häufiger Krieg auf Uliath ausbricht.
Schwelende Konflikte aber gibt es zu genüge. Die Thronfolge allein ist ein Thema, was alle Gemüter erhitzt, ganz abgesehen vom Religionsstreit (welcher Kult/Gott ist gerade wichtiger) und dem Machtgerangel der Häuser.
Um alle Punkte zu benennen, müsste ich hier einige Seiten schreiben (die ich gerade lieber als Schreibzeit fürs Regelwerk aufwenden möchte).
Wenn aber noch Fragen zu einzelnen Punkten der Innenpolitik bestehen, kläre ich diese gerne.
Wer einen Sidhe hat und von Adel ist, deswegen also nach einem Haus sucht, kann auch gerne anfragen, welches für seinen Charakter/NSC passend wäre.
Bei Interesse am Umgang der Sidhe miteinander oder an den Geschichten des Quellenbuches kann ich eventuell auch mal eine der Kurzgeschichten in einen Thread posten - allerdings muss ich das vorher mit dem Verlag klären ;).

Noch eine Bitte:
Wenn ihr konkrete Verweise auf das GW oder Kompendium habt, gebt bitte die Seitenzahlen an, die es betrifft. Ich gehöre nicht zu den Sidhe und kenne deswegen die Texte noch nicht perfekt auswendig ;).
« Letzte Änderung: 20. Juli 2007, 07:03:53 Nachmittag von Mink »

Offline Slade

Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #4 am: 20. Juli 2007, 07:55:06 Nachmittag »
Meinen allerherzlichsten Dank für die ausführliche und umgehende Antwort.

Da tun sich mir leider wieder einige Fragen auf.  :unsure:

1. Wie sieht es mit Göttern aus? Deinen Ausführungen entnehme ich, dass es noch zusätzliche Götter geben wird. Richtig? Welche Aufgabenfelder decken diese den ab?

2. Uralte Sidhe und Atlanter. Wenn es heute noch Sidhe gibt, die Atlanter noch live und in Farbe erlebt haben und somit auch alles, was mit deren Untergang zu tun hatte, gibt es dann noch eventuell atlantäische Artefakte auf Uliath? Wie stehen, bzw. standen die Sidhe zu den Atlantern?

3. Bei solch großen magischen Fertigkeiten und den Erfahrungen aus der teilweise erlebten Vergangenheit, wie ist das Verhältnis zur Hexerei?

4. Wie steht ein so langlebiges Volk mit solch herausragenden Magiern zur Nekromantie?

5. Wenn die politischen Strukturen in Häusern organisiert sind, wie schaut es aus mit Ahnenkulten?

Entschuldige bitte die Fülle an Fragen.

MfG
Dirk
\\\"Blinder Aktionismus bringt uns hier nicht weiter!\\\"

Offline Bad Karma

Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #5 am: 20. Juli 2007, 11:34:09 Nachmittag »
Hast du möglicherweise ein größeres Bündnis mit Aquitaine vergessen?
Zumindest im Kompendium wird eines zwischen Ulaith und Aquitaine genannt (Kapitel 17 Armeen und Schlachten, S.502 wenn ichs gerade richtig sehe).

In wie weit geht die Ablehnung zur Techgilde?
Kannst du vielleicht schon etwas zu den Unterschied zwischen den semi-magischen Gegenstände der Techgilde und der Uliath sagen? Denn die TechGilde benutzt neben Zahnrädern etc., soweit ich es weiß, auch einen großen Teil Magie (Elementare als Antrieb etc.).

Gibt es so etwas wie Archetype Meinungen über die Völker?
Bei Morai und Krask hast du es ja schon ein Stück ausgeführt, doch ist sowas für mich ein recht interessanter Punkt ;)

Wie sieht der Kontakt zu den Waldelfen aus? Welche sich ja meines Wissens nach von Morai und Hochelfen eher abgewandt hatten?

Auch hier (wie im Varnheim QB-Thread), wird es weitere Informationen zum 'taktisch/strategischen'-Verhalten der Uliath geben. Bzw. Erweiterungen der Kompendiums-Schlachtenregeln? - Musst jetzt nicht in den regeltechnischen Bereich gehen ;)

Ich danke schon einmal für alles was du beantwortest und für diesen Thread im allgemeinen ;)
Maschinen können viel schneller dummes anstellen als Menschen - darum arbeiten wir jetzt daran dies auszunutzen.

Mink

  • Gast
Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #6 am: 21. Juli 2007, 09:47:07 Vormittag »
Hi,

die Beantwortung wird etwas dauern und ein bisserl kürzer werden, immerhin stecke ich gerade die meiste freie Zeit ins Feilen am Buch. Ich hoffe das geht ok ;).

zu Slade:

1. Es bleibt weiterhin bei Auris und Liondrielle als Gottheiten der Sidhe. Allerdings werden sie nicht nur in ihrer Gänze verehrt, sondern es haben sich Kulte und Rituale um einzelne Formen dieser Götter ("Aspektformen") gebildet.
Auris z.B. wird sowohl als Gott des Schutzes als auch als Gott der Zeit verehrt.
Das diffizil zu erklären ging aber grad etwas weit.

2. Die Möglichkeit der Artefakte besteht, wer weiß das schoh genau =) ...
Was den Kontakt angeht: Zur atlantischen Zeit regierte erst Dravanna aus dem gefallenen Haus Karakas, die den Bürgerkrieg nach Uliath brachte, so dass nach fast 120 Jahren Kämpfen einiges in Schutt und Asche liegt, bevor ihr eigener Sohn sie tötet. Glück, dass die Atlanter da nicht angegriffen haben. Anschließend kommt ein sehr edler, friedfertiger Mann an die Macht, Alaryn aus Haus Thilamria, und die Sidhe und ihre neu gegründeten Einheiten der Schwanenreitter haben erst einmal genug damit zu tun, so viele der verbleibenden "Schatten" ( Spitzel und Sicherungstruppe) zu finden wie möglich. Zu dieser Zeit fängt auch langsam der Handel mit anderen Völkern wieder an. Es wird also Handelsbeziehungen gegeben haben, allerdings keinen ausgeweiteten Kontakt. Sidhe bleiben gern unter sich.

3. Verboten. Gaaaaanz verboten. Weder Auris noch Liondrielle erlauben so etwas. Es gehen allerdings Gerüchte um, dass Haus Shantador mit Hexerei experimentiert haben soll.

4. siehe 3, nur dass selbst Haus Shantador keine Nekromanten haben soll. Sidhe verehren das Leben und sind unsterblich. Beerdigungen werden durchgeführt, in dem der Körper magisch mit dem Land verbunden wird und so die Seele Einklang findet. Unglückliche Sidhe, die keinen "Wächter der Zeit" hatten, der das für sie macht, weil sie fern von Uliath gestorben sind, fürchten nichts mehr, als vor ihrer "Heimführung" ( eine Zeremonie) den Körper geraubt zu bekommen. Nur überaus korrumpierte Sidhe fern der schönen Insel würden Nekromantie auch nur ansehen.

5. Beziehst du dich auf den Vorteil Ahnengeist? Falls nicht, dann schreib bitte die Regelbuchquelle (Buch, Seite) hierhin. Falls ja: Wie oben kurz angesprochen "beerdigen" Sidhe ihre Toten, in dem sie in die ewige Insel eingehen. Es gibt eine eigene Künstlertradition, die nur zu dem Zweck, dass der Geist eines besonderen Sidhe gewürdigt werden soll, unsterblich schöne Kunstwerke schaffen (z.B. eine feine Steinarbeit in Alabaster, die einen fliegenden Seelenvogel zeigt, oder auch mit Naturzaubern auf Uliath selber geschaffene Orte/Pflanzen). Insofern ist die Verehrung der Ahnen bei den Sidhe ebenfalls sehr stark, und es gibt einen Tag der Erinnerung, bei denen ihnen speziell gedacht wird. Familien und Häuser sind den Sidhe wichtig.


zu Bad Karma:

Es gibt ein Bündnis zwischen den beiden Ländern insofern, als dass sie beide die selbe See befahren und sich (bisher) nicht angreifen. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass man aufeinander zählen kann, wenn eine große, beiden feindlich gesinnte Flotte (Sklavereischiffe der Morai aus dem Süden bspw) die Länder bedroht. Ein echtes Bündnis ist das allerdings nicht, bei dem militärisches Vorgehen en detail abgesprochen udn gar Material ausgetauscht wird.

Semimagie bedeutet, dass auf Uliath selber wegen dessen hohem Magiegehalt auch Gegenstände existieren, die ihre Magie dort aus der Insel selber beziehen. Diese Gegenstände funktionieren in der starken Magieanreicherung Uliaths, nicht aber auf dem Festland. Sie lehnen die Techgilde ab - Sidhe sind zu stolz, anderen Völkern gegen Geld oder auch so offen etwas abzuringen. Sie forschen lieber eigenständig und benutzen eigene Materialien. Ihre Schiffe sind deswegen nicht wie in Aquitaine mit Kanonen, sondern mit hoher Magie ausgestattet, genau wie ihre Verteidigungsanlagen.

Zu der "typischen Meinung" (Sidhe denken über,,,,,): Ja gibt es, aber das würde etwas weit gehen, nun alles aufzuzählen. Grundlegend gilt:
Hässliche oder offen böse/böse Magie verwendende oder sehr primitive Völker genießen sehr wenig Ansehen, hohe Kulturen mit vielen Magiern und ausgeklügelter Etikette, deren Mitglieder nicht "hässlich" sind, genießen mehr   Ansehen.
Sidhe auf Reisen haben sich allerdings zu eigen gemacht, immer eher vom Individuum auszugehen, als von der ganzen Rasse. Man hat also Vorurteile, lässt sich aber eines Besseren belehren, sollte jemand sich sehr edel, kultiviert und klug verhalten. Es soll sogar Sidhe gegeben haben, die ein Band mit einem Menschen eingegangen sind, das ist allerdings für 99,99999 Prozent der Hochelfen undenkbar und unaussprechlich. Stellt es euch so vor, als würdet ihr als Weißer im Amerika der vierziger/fünfziger Jahre einen "Schwarzen" heiraten - ein Skandal.

Waldelfen sind Verräter an ihrem Volk und zwar geduldet, aber nicht hoch angesehen. Sie haben die Hand nicht gegen die Sidhe erhoben, doch sie haben sich von Auris abgewandt, deswegen haben ihnen die Sidhe nicht recht verziehen. Dennoch sind sie den Hochelfen näher als die meisten anderen Rassen, einfach, weil man gemeinsame Ahnen hatte. Seht sie so etwas wie die "schwarzen Schafe" einer Familie. Da Arborea aber weit weg ist, muss man sich selten mit ihnen beschäftigen.

Taktik und Strategie? Selbstverständlich, wohl aber hauptsächlich was Schiffskämpfe und die Nutzung von Magie angeht. Uliath ist eine beachtliche Seemacht. Der Teil wird aber vermutlich nicht sehr umfangreich sein: Die Sidhe sind Verteidiger, keine Angreifer, und die meisten ihrer Taktiken sind deswegen dafür ausgelegt, zu verhindern, dass die Morai ihr Land betreten. Außerdem haben die Sidhe einen mächtigen Verbündeten, wenn es darum geht, ihre Insel vor der Invasion zu schützen: Uliath selbst, das, so sagt man, ein eigenes Bewusstsein haben soll (was sich auch schon gegen die Sidhe gerichtet hat).
« Letzte Änderung: 21. Juli 2007, 03:19:36 Nachmittag von Mink »

Offline tger

Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #7 am: 22. Juli 2007, 08:09:26 Nachmittag »
Auf jeden Fall danke für deine Mühen. Du hast durchaus mein Interesse für das doch hoffentlich bald erscheinende QB geweckt.

Wie weit nach Norden reicht der Einfluss der Sidhe? Zwischen Uliath und Mordain liegen ja einige kleinere Inseln, lässt sich in etwa eine Grenze ziehen, ab der die Sidhe kein Interesse mehr haben?
Gehe ich recht in der Annahme, dass die stakre magische Aktivität von Uliath auch auf die umliegenden Inseln abstrahlt?

Was den Kontakt mit Rahm anbelangt, ist mir klar, dass die Sidhe nicht so ohne weiteres ihr Wissen mit den Magiern aus Khoras teilen, aber sicherlich besteht doch auch von Seiten der Sidhe aus Interesse an dem ein oder anderen magischen Gegenstand, welchen sie selber aufgrund der begrenzten Ressourcen der Insel nicht fertigen können.
Zitat
Trotzdem gibt es auch Sidhe in Rham, Abenteurer und Andersdenker, die Neugier auf die Welt haben, oder einfach Hochelfen, die es als Teil des perfekten ansehen, auch das andere zu studieren (eigener Kult!).
Das mit dem eigenen Kult klingt interessant, kannst du das näher ausführen, oder wolltest du mit der Äußerung nur die prinzipielle Möglichkeit einräumen.

Lass dich von uns hier nicht zu sehr ablenken, deine Arbeit am Buch geht auf jeden Fall vor.
Auf ein baldiges Erscheinen!
Nicht alles so ernst nehmen.
_____________________________

Autor des Magie-Kompendiums

Mink

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Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #8 am: 22. Juli 2007, 11:06:06 Nachmittag »
Zum Einflussgebiet:
Haus Elaryn bewohnt noch die nordöstliche Insel von Uliath aus, danach fangen die "Wahren" Nebelinseln an, auf denen eigene Mächte walten.

Zur Magie:
Die Inseln des Alten Volkes sind ebenfalls sehr magiereich, aber nur Uliath selber ist dermaßen "magieaufgeladen".

Khoras/Rham:
Die Sidhe sind hohe Meister ihrer Magie und haben Jahrtausende um zu forschen und ihre Materialien zusammenzutragen. Wie schon gesagt, dass allgemeine Interesse an allem Äußeren ist gering, es sei denn, es betrifft sie direkt. Sie lehnen den Kontakt jedoch nicht so stark ab wie z.B. die Techgilde, und da Elementarmagie sehr stark vertreten ist /untersucht wird, ist es nicht ausgeschlossen, dass hier und dort mal ein Sidhe auch Rham besucht. Es ist aber nicht ein Kontakt, der von einer Gilde/Organisation ausgeht.

Der Kult der "Dämmerung"
... ist ein recht junger. Gaaaanz grob gesagt sind seine Vertreter der Meinung, dass zur wahren Vollkommenheit der Blick nicht nur auf das schöne, perfekte und eigene gerichtet werden muss, sondern auch auf die Dinge, die anders, nicht perfekt oder sogar hässlich sind. Vanyar Shantador, Gwydion Lormond (einem in Mordain geborenem Barden!) und einige andere Sidhe (Kurzgeschichte im Quellenbuch! ich spoilere also nicht weiter) sind Anhänger dieser Idee, die jedoch nicht gerade populär ist. Manche Liondriellepriester halten es für Ketzerei.
Es gibt übrigens auch eine Philosophie auf Uliath, die besagt, dass wahre Vollkommenheit die Abwesenheit aller Dinge ist. Aber dazu ein ander Mal.  

Steinknacker-Troll

  • Gast
Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #9 am: 23. Juli 2007, 02:28:49 Nachmittag »
Zitat
Es gibt übrigens auch eine Philosophie auf Uliath, die besagt, dass wahre Vollkommenheit die Abwesenheit aller Dinge ist. Aber dazu ein ander Mal.

Sidhe sind jetzt Zen-Buddhisten? ;)

Offline tger

Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #10 am: 23. Juli 2007, 03:00:35 Nachmittag »
Zitat
Sidhe sind jetzt Zen-Buddhisten? ;)
Ah, das hilft mir auf jeden Fall weiter, unter Zen-Buddhisten kann ich mir was vorstellen  :lol:

Aber besonderer Dank an Mink, die Informationen genügen mir vorerst um damit was anzufangen. Nimmst du schon Vorbestellungen an auf das QB?

 
Nicht alles so ernst nehmen.
_____________________________

Autor des Magie-Kompendiums

Mink

  • Gast
Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #11 am: 23. Juli 2007, 05:53:27 Nachmittag »
In der Tat sind die "Schüler der Leere" so eine Art Zenbuddhisten ;).

Die verschiedenen "Formen" der Götter sind auch von Hinduismus/Buddhismus inspiriert.

Vorbestellungen an Saskia/Alex =D .

Wer noch Fragen hat  - immer raus damit.

Gruß
Carolin

Offline Slade

Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #12 am: 24. Juli 2007, 05:55:49 Nachmittag »
Herzlichen Dank für die schnellen Anworten.
Ich bin dein Fan!  :D  
\\\"Blinder Aktionismus bringt uns hier nicht weiter!\\\"

Offline Bad Karma

Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #13 am: 24. Juli 2007, 07:49:39 Nachmittag »
Hmm, entschuldige, sollte dazu schon was im GRW oder Kompendium gestanden haben oder sogar gar hier ;) , aber gibt es eine besondere 'Krieger'-Mentalität bei den Hochelfen?
 
Maschinen können viel schneller dummes anstellen als Menschen - darum arbeiten wir jetzt daran dies auszunutzen.

Mink

  • Gast
Uliath - Die Insel des Nebels
« Antwort #14 am: 24. Juli 2007, 07:53:57 Nachmittag »
Erkläre doch einmal an einem Beispiel, was du unter Mentalität genau verstehst, ehe ich hier zu weit aushole.
Und ich entschuldige jederzeit, wenn wer was überlesen hat, passiert mir auch oft, das sind ja auch wahnsinnig dicke Schinken =) !

 

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