Autor Thema: Frage zum Hintergrund der Morai  (Gelesen 2601 mal)

Nevor

  • Gast
Frage zum Hintergrund der Morai
« am: August 06, 2009, 03:45:35 Nachmittag »
Hallo zusammen,

erneut habe ich eine Frage, die mir ziemlich unter den Nägeln brennt. diesmal geht es allerdings nicht um eine Regelfrage, sondern um einen Widerspruch zum Hintergrund der sexualität der Morai.

Im Länderbuch auf seite 144 steht "... Da Sexualität somit in der Regel folgenlos ist, rein dem Vergnügen dient und es offiziell keine festen Partnerbeziehungen gibt, kommt es häufig zum körperlichen Kontakt der Morai unetreinander, oft sehr spontan und an den ungewöhnlichsten Orten. Mit offiziellen Sanktionen müssen die Sexpartner nur rechnen, wenn sie durch ihr Tun sich selbst oder andere von der Erfüllung ihrer Pflichten abhalten....."

Der Widerspruch entsteht meiner Meinung nach mit einem Artikel zur Gesetzgebung auf Seite 187, der wie folgt lautet: "In der Kultur der Morai ist der lustvolle Geschlechtsverkehr vom Zeugungsakt im Zenithar getrennt. Im offenene Raum gelten offen zur Schau gestellte Körper als Kompliment an die Schaffenskraft der Muttergöttin, Sex inder Öffentlichkeit gilt als obszön. Im privaten Raum oder speziellen Etablissements ist jedoch alles erlaubt..."

Wie kann ich beide Artikel verstehen und sinnvoll ohne Widerspruch unter einen Hut bringen? Im ersten Artikel steht nach meinem Verständnis, dass die Morai sexuall absolut ungewzungen agieren und ihre sexuelle Lust überall und zu jeder Zeit ausleben, sofern ihre Pflichten das zulassen, was somit auch bedeuten würde, dass man durchaus dem Anblick eine kopulierenden Paares auf dem Marktplatz, in einer Taverne oder an jedem beliebigen Ort gewahr werden kann und es niemanden stören wird, sondern eventuell sogar noch Zuschauer anziehen wird oder sich zu einer Orgie entwickeln kann. Der Zweite Artikel steht hingegen eben in vollem Widerspruch zu meiner Interpretation des ersten Artikels, da die Gesetzgebung laut Hintergrundbuch frei interpretiert besagt: Nack rumlaufen ist in Ordnung, aber anfassen ist Tabu.

Aus der menschlichen Geschichte ist ja durchaus bekannt, dass Gesetze erlassen wurden, die dem normalen Verhalten der Menschen in der Gesellschaft widersprachen. Haben wir es hier mit genau so einem Fall zu tun? Wenn ja, wie reagieren die Morai darauf? Wie kam es zu dieser Gesetzgebung? Zudem muss man sich über einen weiteren Widerspruch im klaren sein, sofern sich dieses Gesetz in der Tat seiner Gültigkeit erfreut. Die Gesellschaft der Morai erlaubt sexuelle Ausbeutung jedes Elfen eines niedrigeren Standes, die Religion predigt den weiblichen Körper als größte Gabe der Göttin und öbszöne Bilder und Statuen des weiblichen Körpers erfreuen sich ebenso ihrer öffentlichen Darstellung. Ich finde, dass in einer derartig sexualisierten Gesellschaft die Erschaffung eines derartigen Gesetzes äußerst unwahrscheinlich ist. Was denkt ihr darüber?

mfG Nevor
« Letzte Änderung: August 06, 2009, 03:53:26 Nachmittag von Nevor »

Mink

  • Gast
Frage zum Hintergrund der Morai
« Antwort #1 am: August 09, 2009, 12:24:40 Vormittag »
Ungewöhnlichste Orte heißt nicht offen und überall - sie sind nur sehr kreativ in der Wahl. Gar keine Beherrschung zu zeigen wäre wieder Schwäche - und Sex vor unwilligen Zuschauern je nachdem eine Beleidigung.
Spezieller Rahmen sind alle Feste, religiös, privat oder gesellschaftlich organisiert, in denen genau die Form des "offenen Sexes" erlaubt ist, eben für eine bestimmte Gegend/Örtlichkeit.

Nemo

  • Gast
Frage zum Hintergrund der Morai
« Antwort #2 am: August 09, 2009, 12:28:05 Vormittag »
Moin :)

Interessante Frage, ist mir gar nicht aufgefallen, aber jetzt wo du es sagst...

Ich denke mir das folgendermaßen:
Das Liebesleben der Morai ist ziemlich freizügig, da ihr Körper von Anaranth gegeben und damit heilig ist. In der fleischigen Lust, der Ekstase, der Zügellosigkeit (Aspekt der Verschlingerin) wird er entsprechend geehrt. Als besonders heilig wird hier der weibliche Körper angesehen, weil er Anaranth am nächsten ist (und Frauen sowieso wertvoller/angesehener/stärker sind als Männer).
Sex ist also etwas heiliges eine Art der Anbetung bzw. der Huldigung der Göttin.
Was die Freizügigkeit angeht... Ich stelle mir das so vor das die Morai nicht einfach (a la "Crank") auf offener Straße Sex haben, sondern eher im privateren Raum (und wenn es ein dunkler Winkel in einem Hinterhof ist, eine dunkele im Konzertsaal, hinter dem schweren Samtvorhang im Bankettsaal,... ); Ausnahmen sind hier natürlich die häufigen Orgien. Kopulation in aller Öffentlichkeit, z.B. auf dem Marktplatz, ist Ablenkung und hält damit die Morai von ihren Pflichten im Dienste der Göttin ab und ist so nicht umbedingt erwünscht. Im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen (Theatervorstellungen mit live Einlage, Verurteilungen, verschiedene Feste, Zenir Thar, o.ä.) sind Ausnahmen wohl bewilligt.
Die sexuelle Ausbeutung von allen niederranigen Elfen ist glaube ich relativ zu sehen.
Damit meine ich vor allem die Vergewaltigung.
Höherranigen Frauen ist vermutlich alles erlaubt, erst nehmen dann fragen. Bei Männern sieht das wohl anders aus. Hier mal ein Beispiel: Ein Hochadeliger Elf entdeckt in einer Taverne eine sehr Attraktive Schankmaid. Wenn er sie einfach abfängt oder abfangen lässt um ihr zu sagen: "Hey ich find dich geil und jetzt runter mit dem Kleid! Wie du willst nicht? Na dann muss ich dir wehtun!" ist ein Verstoß gegen die Heiligkeit des weiblichen Körpers. Geahndet wird es aber vermutlich nicht so schlimm (verwahnug, geringe Geldstrafe), weil er über ihr steht. Wenn er sie aber abfängt und sagt "Hi, ich finde dich wunderschön, willst du auf einen Schluck mit zu mir kommen?" ist das vollkommen in Ordnung.
Doch vermutlich wird sich eine Rangniedere Person einer Ranghöheren Person nicht verschliessen, es besteht ja die Möglichkeit des sozialen Aufstieges.
Was die Gesetze angeht die das Sexualleben einschränken; die sind vermutlich nirgendwo festgemacht. Es ändert sich einfach von Ort zu Ort.
Bei den Abban ist der Sex in der Öffentlichkeit vermutlich verboten, er ist einfach unproduktiv; bei den Tyrannor ist man sich vermutlich zu fein; bei Ben Ator und Dalhasis et Conif ist es denke mal nicht das Problem im Gegenteil; bei Darramistyl und Gradka nicht ratsam, es macht verwundbar, die Aephim sind nehme ich an aufgeschlossen, bei Thong Daigun und Angorith... sich lustvoll im Dreck wälzen... wer will das schon; bei Haus Sorceryn ist es nicht so schlimm; Haus Karakas ist zu nobel; Haus Karberath, wenn man kopuliert ist man nicht bereit für den Kampf und blockiert am besten noch die anderen; Haus Malefir eher nicht, die sind mit Magie beschäftigt; und Haus Rengatuine viel zu depressiv um das in der Öffentlichkeit schön zu finden.
Aber wie schon geschrieben steht: zu Hause ist alles erlaubt ;)
Beim Outfit gibt es keine Grenzen. Von der schweren Robe über tiefe, enge Auschnitte bis hin zu absolut nichts.
Und ja anfassen verboten, zumindest bei Ranghöheren Personen... sonst es ist eine Interessenbekundung und könnte zum Aufstieg werden.



So jetzt hab ich viel geschrieben :P , hoffe du kannst was damit anfangen :D

Und Regeln sind immer dehnbar ;)



Edit

Mink hat das schön kurz zusammengefasst :lol:
« Letzte Änderung: August 09, 2009, 12:29:52 Vormittag von Nemo »

Nevor

  • Gast
Frage zum Hintergrund der Morai
« Antwort #3 am: August 09, 2009, 09:52:41 Nachmittag »
Ich danke erneut für die Anregungen und Gedanken eurerseits, die meine Meinung diesbezüglich durchaus bestätigen. Ich wollte nur sicher gehen, nichts falsch zu verstehen oder falsch zu interpretieren.

mfg Nevor

 


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