So, dann wollen wir mal...
Tja, die erste Kampagne die unsere Gruppe gespielt hat, wurde leider nie zuende geführt, da einzelne Mitglieder der Gruppe sich zerstritten. Aber ich versuche mal es einigermaßen anzureißen.
Alles begann damit das ich und mein älterer Bruder in die regelsysteme von FZ reinkommen wollten. Als Probe war ein Präludium des charas meines Bruders geplant. Der Chara war ein Blitzkrieg-Alpha mit dem Namen "Viktor Hoffmann". Bei einem katastrophal fehlgeschlagenen Einsatz, im Grenzgebiet zwischen WEB und RU, warf eine Granaten-Explosion Viktor aus den Springerstiefeln. Zumindest deuteten die Kopfschmerzen, der Tinitus und eine fiese und unhübsche Wunde am Kopf darauf hin.
Mit wenigen Blicken war sich Viktor dann bewusst das er wohl der Einzige war der den Einsatz überlebt hat, doch gab es da noch ein Problem: Er konnte sich nicht mehr an die Instruktionen erinnern, oder daran wie er hierher gekommen war. Eigentlich konnte er sich an so gut wie nichts mehr erinnern. Alles was er wusste war, das es Zeit wurde zu verschwinden.
Er suchte die Leichen der anderen Soldaten ab und klaubte eine Ymir mit etwas Munition, eine Granate und eine beschädigte Alphasäge mitsamt Magazin zusammen. Während er die Überreste nach brauchbarem durchsuchte traf er auf einen Nomaden.
Dieser Nomade schimpfte sich Ben und war vor Kurzem erst zum Kampfplatz aufgebrochen um für seine eigenen Zwecke Munition, Powerzellen, Kraftstoff und ähnliches zu erbeuten. Noch während der Alpha und der Nomade unschlüssig darüber sind ob sie ihr jeweiliges Gegenüber lieber gleich umnieten sollten, heulten Motoren auf und ein leichter Truppentransporter von Troika rollt über die Hügel direkt auf die Beiden zu. Stumm beschließen Ben und Viktor ein Zweckbündnis und wehren die Troika-Truppe gemeinsam ab. Im Verlauf des kampfes verreckte die beschädigte Alphasäge schon bei der ersten Salve und der Nomade steckte drei leichte Schusswunden weg, doch war es dem disziplinierten Alpha und dem rasenden Nomaden möglich sich gegen die Truppe zu behaupten.
Nachdem diese brisante Lage durchgestanden war und die Beiden sich dazu entschlossen gemeinsam die Beine in die Hand zu nehmen, führte Ben den Alpha zu seinem Trike und fuhr mit ihm und einem Teil der Beute davon. Auf dem Weg aus der Gefahrenzone, erspähten sie einen Bog-Schwebepanzer der sich auf dem Rückweg zur Einsatzleitung befand. Der Panzer war leicht beschädigt und die Insassen schienen das Trike nicht bemerkt zu haben.
Da sowohl Viktor und Ben keine Freunde des russischen Megakonzerns waren beschlossen sie in einem Anflug von Übermut, Zorn und Dummheit den Schwebepanzer zu zweit anzugreifen. Das Trike fuhr den niedrig schwebenden Panzer aus dem Windschatten heraus an und verkürzte die Entfernung, bis Viktor in der Lage war auf den Panzer zu springen. Eine kleine Klettern-Proben später war Viktor oben auf dem Panzer und öffnete die Luke des Panzers. Die Pistole bellte einen heißen Gruß in den Innenraum des panzers und eh sich die besatzung versah, war Viktor der neue Pilot des Panzers.
Doch mit einem Panzer als Freizeit-Gefährt fällt man unheimlich auf, also ließ sich Viktor von seinem Kumpan Ben zu einem Schrotter-Lager bringen wo er den Panzer versetzte und sich ein gepanzertes Trike kaufte mit mehr als genug Sprit um wieder in die Zivilisation zu kommen.
Damit war das Präludium abgeschlossen und der Grundstein für eine FZ-Runde gelegt.
Als nächstes gliederten wir einen Freund in unsere Gruppe ein, der seinen Bestienmutanten "Oleg" spielte.
Viktor und Oleg schlossen in einer Bar Bekanntschaft und zogen von einem Nomadenlager zum Nächsten, während sie eigentlich nur auf dem Weg zurück in die größeren Städte waren. Auf dem Weg gerieten sie inmitten der verschneiten Gebiete im Nord-Osten des WEB, in ein Unwetter und suchten des Abends Zuflucht in den verlassenen Ruinen einer Kleinstadt.
Auf ihrem Weg durch die Ruinen wurde ihnen klar das die zerstörten und verschneiten Gebäude durchaus bewohnt waren. Schrott und Trümmer waren rangeschafft und zu Verschlägen, Leitern und ähnlichem verbaut worden. Doch von den Bewohnern dieser verstreuten Unterschlupfe war nichts zu sehen.
Später, als die Sonne schon unterging und die beiden unerschrockenen Stiernacken auf Erkundungstour gingen, um sich einen passenden Unterschlupf zu suchen, entdeckten sie erste Leichen. Die Leichen zeigten seltsame Wunden, die scheinbar von Tieren stammten. Größtenteils Bisse, oder Kratzspuren von Krallen.
Misstrauisch verkrochen sich die beiden Kundschafter dann in einer Ruine die einen guten Überblick über die nähere Umgebung bot und einigten sich auf abwechselnde Wache. Während Oleg dann Wache schob in der tiefsten nacht offenbarte sich das Schicksal der Ruinen-Bewohner. Denn im Schutz der Dunkelheit stürmten mehrere WASTE-Zombies und Burner die Straßen.
Die Waffen im Anschlag erwehrten sich Oleg und Viktor dem ersten Ansturm, gerieten aber sichtlich ins Schwitzen als die Dichte der Feinde zunahm. Vor allem dann als drei Brecher durch die Straßen hechteten um den Angriff der Zombies zu unterstützen.
Mit Mühe und Einfallsreichtum gelang es den ersten Brecher zu töten und sich gegen eine weitere Gruppe Zombies zu behaupten, doch es kamen immer mehr Kreaturen. Die Lage war aussichtslos und eine Flucht war kaum noch möglich. Doch plötzlich erscheinen am Nachthimmel zwei geflügelte Schönheiten und schließen sich dem Feuergefecht tatkräftig an.
Eben jene Schönheiten waren die Reborn "Aegis" und "Amy", die zwei Spielerinnen unserer Gruppe. Amy war eine Gefallene die sich als Kopfgeldjägerin durchschlug, während Aegis sich als freischaffende Black-Doc ausgab.
Es stellte sich heraus das die beiden Reborn gerade wegen der Waste-Kreaturen die Ruinen durchstreiften. Ihr Agent, ein Hacker der sich immer nur als "Firebreaker" vorstellte, hatte ihnen den Auftrag beschafft die Kreaturen-Population auszudünnen und den Ort der größten Konzentration an Waste zu untersuchen.
Nach einer kurzen Rücksprache mit eben jenem Hacker, einem Abgleich der Komm-Channel und kurzem Check des Kartenmaterials, machte sich die Gruppe nun zu Viert auf den Weg.
Im Stadtzentrum angelangt fanden die Vier dann schließlich das Ziel ihres Auftrags. Eine der WASTE-Kreaturen war auf dem besten Wege zu einem Waster zu mutieren und verschlang fortwährend Leichen um seine Masse zu vergrößern und die nötige Energie für die Mutationen zu gewinnen.
Der unvollkommene Waster und einige Burner griffen die Gruppe umgehend an und leisteten sich eine verbissene Schlacht, die das Team aus Blach-Ops allerdings für sich entscheiden konnte.
Da der gefährlichste Mutant ausgeschaltet war und die Population der restlichen Kreaturen beträchtliche Einbußen zu verbuchen hatte, verließen die Vier die Ruinen gemeinsam um sich ihr verdientes Entgeld für diese harte Arbeit zu holen.
Und so fand unsere Gruppe zusammen. Es gab danach noch einige weitere Sitzungen, aber davon kann ich ein andern mal erzählen.
