Autor Thema: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia  (Gelesen 5722 mal)

Offline Sun Ce

Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« am: 14. Dezember 2012, 12:36:03 Nachmittag »
Hallo Leute,
ich wollte einmal nachfragen, wie Veruna und Drakia politisch zueinander stehen? Es ist wohl klar, dass sie konkurrenten um Macht sind.

Drakis will wahrscheinlich keine Expansion ihrer Grenzen, vielmehr ihre Ruhe in ihrem Reich. Drakia hat 20.000/40.000 Soldaten. Hat Drakia auch Kriegsschiffe?

Veruna hingegen möchte Grenz- und Machtexpanision. Sie wollen noch mehr Provinzen und zu alter Stärke zurück. Dafür haben sie auch 60.000/240.000 Soldaten. Hinzu kommen noch die aus den Provinzen (Khem, Spahiria und Sirra). Zudem besitzt Veruna auch Schiffsmacht im "Meer der Strüme".

Nach diesen Informationen wäre ein Krieg, ausgehend von Veruna, zwischen beiden Ländern gut denkbar. Was meint ihr? Sind Fakten hier falsch oder müssen noch mehr Faktoren berücksichtigt werden?

Offline Mister X

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Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #1 am: 14. Dezember 2012, 03:48:40 Nachmittag »
Nicht unbedingt.
Im gewöhnlichen GRW steht nichts dazu. Im Veruna QB nur, dass zwar Handelsbeziehungen zwischen den Beiden stattfinden, aber auch dass Veruna im Allgemeinen von den Finsteren Mächten in Drakias Adel etc. nur Gerüchte kennt. Soviel zum "kanonischen Wissen".

Praktisch sehe ich keinen Grund, diese Gegend erobern zu wollen, vor allem da sie kaum Erträge bringt, kalt ist, von Monstern bewohnt wird und somit Saruan im Süden, Aquitaine im Norden und Xirr Nagesh im Osten Verunas genug Probleme bereiten und zumindest Aquitaine bei weniger Gefahren, fruchtbareren Böden und kultivierteren Bewohnern wesentlich interessanter wäre. Und vermutlich genauso viel Ruhm brächte. Sogar das historische Vorbild Verunas wusste seine Schlachten weise zu setzen. Meistens zumindest...

Aber wenn du für eine Kampagne einen Krieg zwischen Drakia und Veruna brauchst; Die Gedanken sind frei. ;)

mfg
Mister X
P.S. Die Drakischen Städte liegen ziemlich weit im Landesinneren. Wenn man die allgemeinen Zugangsmöglichkeiten zu Meer bedenkt, kann ich davon ausgehen, dass Schiffe eher Mangelware sind.
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Offline Sun Ce

Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #2 am: 14. Dezember 2012, 05:05:14 Nachmittag »
Ist Veruna denn im Krieg mit Xirr Nagesh? Aquitaine ist doch Verbündeter (weiß nicht warum ich das jetzt glaube xD), oder nicht? Zumindestens geht von ihnen keine Gefahr für Veruna aus? Das permanent Gefahr aus Saruan besteht verstehe ich.

Zur Stadtnähe: Voronja liegt doch sehr passend für einen "Überfall".

Offline Silverhawk

Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #3 am: 14. Dezember 2012, 06:58:09 Nachmittag »
Da stand einiges dazu im Xirr Regelwerk, wenn ich mich nicht irre. Ich hab jetzt leider nicht mehr alle Details im Kopf, aber es ist wohl so, dass man sich notwendigerweise duldet. Veruna hat die Luxusgüter für Xirr und Xirr schafft genug Sklaven heran um Veruna mit zu versorgen. Militärisch geraten beide aber wohl immer wieder aneinander...

Offline CertusRaven

Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #4 am: 14. Dezember 2012, 07:38:18 Nachmittag »
Ich erinnere mich dass mal zur Diskussion stand, ob Drakia nicht eine Steilküste hat, an der Schiffe eben nicht einfach so anlegen können. Genaueres erfahren wir vermutlich aber erst im entsprechenden Quellenbuch.

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Offline Sun Ce

Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #5 am: 14. Dezember 2012, 11:30:39 Nachmittag »
Die Flussmündung des Yrbo bietet viel Platz für mögliche Schifflandungen. Die Steilküste soll eigentlich nur östlich davon sein.

Offline Mister X

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Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #6 am: 16. Dezember 2012, 08:55:13 Vormittag »
@Sun Ce
Veruna ist nicht im Krieg mit Xirr Nagesh, aber die Morai würden ein schwach bewachtes Veruna überfallen. Veruna kann sich im Setting des Grundregelwerks ohne diplomatische "Vorarbeit" meines Erachtens keinen Krieg mit irgendeinem größerem Land leisten. Das QB spricht von einer angespannten Beziehung mit Aquitaine, also würde ich eher davon ausgehen, dass, bevor Drakia eingenommen werden könnte, Veruna eher alle evtll. geschlossenen Bündnisse mit Aquitaine brechen, es überfallen und unterwerfen, an die Herrschaft gewöhnen und zwischen den Drachengebirge und dem Dornenwald einen Landweg nehmen würde. Nachdem es Saphiria wieder unter Kontrolle gebracht hätte (s. QB Saphiria). Einen Weg über das Meer sehe ich eher kritisch, da die Soldaten nur schubweise transportiert werden können, die Versorgungswege lang und Beute für Piraten sind und nicht zuletzt eine Menge Seeungeheuer dort rumschwimmen. Also ich komm irgendwie nicht mit der Vorstellung zurecht, dass Drakia und Veruna sich bekämpfen sollen... :-\

mfg
Mister X
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Offline Sun Ce

Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #7 am: 16. Dezember 2012, 02:54:29 Nachmittag »
Ich glaube die Grundannahme erfolgte aufgrund der sehr geinrgen Armeestärke von Drakia.
Aber ich sehe schon, dass ein Angriff recht fragwürdig ist.

Umgekehrt wäre ein ANgriff oder Beutezüge von drakischer Seite eben wegen der Armeestärke ebenfalls ehr nicht wahrscheinlich.

Aber gut, ich schau mal wie ich mir das zurecht spinne.
Wie die Geschichte zeigt, kann ein kleiner Mord eines sehr Hohen Veruners (Politik, Milität) kann ja schon einiges Auslösen. =)

Offline Frostdrache

Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #8 am: 17. Dezember 2012, 12:35:49 Nachmittag »
Jaa, Morde sind dafür super. Vorallem, wenn ein Imperator ermordet wird und sein Nachfolger in Verdacht steht dessen Blut an den Fingern zu haben. Besagter Nachfolger wird sicher eine Ablenkung suchen um sein Volk zu versöhnen. Und was gibt es besseres, als eine Bedrohung von aussen um die eigene Nation zusammenrücken zu lassen (Kommt das jemandem bekannt vor?)...
Mein Ziel war in meiner Kampagne zwar nicht Drakia sondern Vargoth (Wobei hier noch von meiner Gruppe zu klären ist warum... Und wenn das raus ist wird es richtig lustig), prinzipiell sollte das mit Drakia aber gut gehen. Immerhin gibt es auf der einen Seite Vampire, Werwölfe und andere Bestien und auf der anderen Inquisitoren und Intriganten (Was sich gegenseitig zum glück nicht ausschließt). Zudem hat die Römische Geschichte ja gezeigt, dass kein Gebirge unbezwingbar ist. Manchmal benötigt es dafür halt Elefanten.


Gruß

Frostdrache

Offline Bad Karma

Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #9 am: 17. Dezember 2012, 05:33:00 Nachmittag »
Ich glaube die Grundannahme erfolgte aufgrund der sehr geinrgen Armeestärke von Drakia.
Aber ich sehe schon, dass ein Angriff recht fragwürdig ist.

Umgekehrt wäre ein ANgriff oder Beutezüge von drakischer Seite eben wegen der Armeestärke ebenfalls ehr nicht wahrscheinlich.

@ Armeestärke & Wer wen angreift
Naja Stärke ist ne sehr Situationsabhängige Sache bei Armeen. Eine angreifende Armee muss aus Militärtheoretischer Sicht ein vielfaches der Verteidiger sein. Gerade an Orten wo das Wetter nicht lieb und freundlich ist und die Versorgung aus der Heimat nicht so einfach möglich ist (aka Drakia) und wo man länger verbleiben will.
Auch sind 240.000 über 6 Länder (wovon 4 recht rebellisch sind meines Wissens nach), nicht wirklich soviel mehr als 40.000 Mann in einem Land.
Wichtig ist aber vor allem auch die Motivation für einen Konflikt.
Natürlich muss man aber auch sagen, dass wohl die Zahlen der Soldaten, die Größen der Länder und Co. bei AC nicht wirklich genau sind und wohl eher Relationen angeben sein dürften.

Du darfst nicht unbedingt den Rückschluss von Veruna auf Drakia machen, denn ob ein Konflikt entsteht, komm thoretisch immer aus der Abwägung des Gewinnes und der Kosten einer Aktion zustande. Clausewitz sprach in dem Fall von Motiven für eine Auseinandersetzung (meiner Erinnerung nach).
Drakia liegt ja geografisch anders. Während es für Veruna weit lohnendere Ziele als Drakia gibt (Bspw. Aquitaine), grenzt Drakia nur an Trulk und den Dornenwald/Ilyrien. Beides auch nicht so gastliche Länder (Trulks Ork-Horden sind ja nochmal ein gutes Teil größer als die Armee Verunas). Somit ist also zumindest Veruna für Drakia ein lohnenderes Ziel, als anders herum. Sprich Drakia ist an sich auch bereit einen höheren Preis zu zahlen um in Veruna zu plündern, als anders herum.
Es ist aber schon anzunehmen, dass auch einem bösen Vampir der Weg nach Veruna und das Mächte Ungleichgewicht zu groß sein dürfte, als dass sie da nicht viel versuchen. Das Gebirge und die unruhige See zwischen den beiden Ländern dürfte schon ein Problem sein ;)

@politischer Mord
Was einen politischen Mord angeht finde ich Frostdraches Idee ganz gut. Auch wenn ich allgemein denke das ein politischer Mord für Veruna eher Normal ist und keinen so wirklich in Wallung bringt (Roms Geschichte, auf dem Veruna ja basiert, bietet sowas ja mehrfach was dann halt wie der Ausspruch "Der König ist tot, es Lebe der König" auf mich wirkte).
Betrachtet man das politische Gefüge und das es Familientreue Legionen gibt, wäre es für den neuen aber klug zumindest einen größeren Teil der feindlichen treuen Legionen zu dieser Eroberung zu schicken - so würde sich auch erklären, wieso man es versucht, obwohl es taktisch unklug sein könnte.

@Geographische Hindernisse
Also Drakia ist schon in einem Gebiet was etwas 'abschottet'.
http://forum.nackterstahl.de/index.php/topic,2759.30.html <- auf der Seite findet man ein Paar Punkte wieso es so ist. Auch wenns hier eben darum ging, wieso nicht alle vor der Dunkelheit in Drakia fliegen.
Maschinen können viel schneller dummes anstellen als Menschen - darum arbeiten wir jetzt daran dies auszunutzen.

Offline Phinix

Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #10 am: 17. Dezember 2012, 07:13:15 Nachmittag »
Die Motivation Drakia anzugreifen muss erstmal gefunden werden. Sie sind ein ehemaliges Brudervolk aus der Atlanehischen Zeit, auch wenn sie dem Irrglauben mit der Drachenanbetung nicht lassen(?). Dazu gibt es an der Ostküste auch einige Flüchtlingsbereiche aus Drakia, welche dann sicher auch Niedergeschlagen werden müssten. Die Streitmacht ist nicht auf Wasser sondern auf Land ausgelegt und wenn man sie nach Drakia bringt, muss man entweder südlich der Drachenhügel, oder nördlich von Atlantea vorbei. Und wofür? Für ein vereistes und verwaldetes Stück Land wo selbst die Horde nicht lange plündern wollte. Dazu kommt der Landweg durch Drachengebiet noch dazu. Dann doch lieber sporadischer Handel.
Aquitaine war lange Zeit ein Hexerreich und grenzt direkt an Sirria. Es gab in der Vergangenheit Kriege gegen dieses Land, wo aber aus Mangel an Soldaten der entscheidende Schlag nie kam (glaube soetwas gelesen zu haben). Nun ist es eine von Hexerei befreite Fastseemacht (fast nur deswegen, weil sie mit den Elfeninseln/-halbinseln und den Inseln der alten Götter eigentlich doch schon irgendwie eingeschränkt sind. Das Land blüht jedenfalls auf und ist damit als Handelspartner sicher brauchbar. Bedrohung seitens von Aquitaine sind wiederum nicht zu befürchten, da ja immernoch die Eiserne Pharlanx steht.
XirrNagesh, naja, Krieg sollte man es nicht nennen und aus Atlanteischer Zeit weis man, dass sich eine Eroberung nicht lohnt und nur Ärger macht. Es wurde mal ausprobiert und scheiterte in der Obsidianwüste, wenn ich mich richtig erinnere. Die Obsidianlegion (also das mieseste und korrupteste Pack des Heeres) steht den Skorpionsoldaten Xirrs entgegen. Dazu gibt es die Minotaurensiedlung als Bollwerk für den Landweg. Auf See bieten Veruna ebenso wie Xirr-Nagesh einiges auf, doch beide haben eher Handelsinteressen - zumeist Sklavenjagt. In VraiKor haben beide Seiten Stützpunkte, während die Saphierie sich sicher selber verteidigen dürfen. Die Dunkelelfen nehmen sich was sie brauchen und sind zu sehr versessen auf ihr verbranntes Land, als dass sie woanders etwas erobern wollen würden (zumal ihnen da viele Vorteile ausgehen und die Kraft lieber in die Vernichtung der verräterischen Männer im Norden gesteckt werden könnte). Aber es gibt für beide Seiten nichts, was einen verlustreichen Krieg rechtfertigen würde.
Und weiter gen Norden muss Veruna eigentlich auch nicht planen, da die nördlichen Nachbarn sie sicher nicht einfach so durchmarschieren lassen, ebenso wie der Seeweg einfach zu riskant wäre. Dann lieber irgendeinen Pseudoaufstand in den Provinzen pushen und niederschlagen.
Sei immer der welcher verschwindet,
während sich der Held opfert...



Fanschreiberling von Aviandor, Doppelaxtkönigreich, Khoras, Skarland und Erstschreiber einer Fansammlung, wo andere es besser weiter führen

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Offline Zordan

Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #11 am: 17. Dezember 2012, 10:50:55 Nachmittag »
Wenn ich einmal von den ganzen logischen Gründen ablenken darf.  ;D
Grundregelwerk Seite 46 liefert genug Interpretationsspielraum, um das Verhältnis zwischen Veruna und Drakia "anzuheizen"  :P *OK-5€-in-die-schlechte-wortspiel-kasse*
Zitat
[...]Gerade als die Flammen am höchsten loderten und den gebrochenen Leib völlig umschlossen, schoss aus dem Feuer ein Vogel mit brennendem Gefieder und entzündete im Vorbeifliegen die Flagge Vlads. Eine einzelne Feder löste sich und fiel in die Menge, bevor er verschwand. "Das Licht des Sonnenvogels wird das Ende deiner Herrschaft sein, Dunkler Prinz!", schrie ein alter Mann, der sofort auf ein Nicken des Herrschers hin enthauptet wurde. Aber so sehr die Soldaten auch suchten, der Feuervogel und die Feder blieben verschwunden.
Aber im Ernst, wer denkt da bitte nicht auch mal an ein bestimmtes Wappentier. Zufall? Wohl kaum.
Wenn Krieg die Antwort ist, dann muß es eine verdammt beschissene Frage gewesen sein!!!

Offline Anya

Re: Außenpollitisches Verhältnis zu Drakia
« Antwort #12 am: 21. Dezember 2012, 08:58:42 Nachmittag »
Hiho,

ich glaube nicht, dass Drakia für Veruna sonderlich attraktiv ist, das Land ist wenig lohnenswert und sehr schlecht geeignet, um eine wandernde Kriegsmacht zu ernähren.
Zudem liegt es hoch, ist kalt, wenig erschlossen und dünn besiedelt und nicht wenige der wichtigen Personen haben keine Angst vor dem Tod, weil sie den schon ne Weile gewohnt sind und gut damit "leben" können...
Die Unmengen an Wald und die wenigen Flüsse und Strassen haben mich ja schon zur Verzweiflung getrieben, da würde ich es mir als feindlich gesinnter Feldherr auch dreimal überlegen, ob ich meine Leute als Wolfsfutter im Wald verlieren will oder mich mit Vampiren und Drachen anlege. Zumal es nicht so aussieht, als würde sich die Mühe lohnen...

Nur so meine Gedanken über das Thema...

Anya

 

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